Geschichte der Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL)

Die EKAL wurde zur Bekämpfung der Auswirkungen von Alkoholismus gegründet, als sich dieser stark verbreitete. Später konzentrierte sie sich auf die Ursachen, dann allgemein auf Alkoholfragen. Seit 2015 wirkt sie bei den neuen nationalen Strategien Prävention nichtübertragbarer Krankheiten und Sucht mit.  

Bekämpfung der Auswirkungen von Alkoholismus

Die Gründung der Kommission wurde im Jahre 1944 durch eine Eingabe der Schweiz. Gesellschaft für Psychiatrie an den Bundesrat veranlasst. In der Eingabe wurde auf die starke Verbreitung des Alkoholismus in unserem Land hingewiesen. Mit Beschluss vom 2. März 1945 stimmte der Bundesrat der Bildung einer «Eidg. Kommission gegen den Alkoholismus» zu. Die rechtliche Grundlage dafür bildete Art. 69 der Bundesverfassung über die Bekämpfung übertragbarer, stark verbreiteter oder bösartiger Krankheiten. 1946 nahm die Kommission ihre Arbeit auf.

Bereits zwei Jahre nach ihrer Gründung legte diese Kommission einen Bericht zur Revision des Alkoholzehntels vor.

Auseinandersetzung mit den Ursachen des Alkoholismus

Danach wurde den Ursachen des Alkoholismus oberste Priorität eingeräumt; die Bekämpfung der Wirkungen hingegen rückte an zweite Stelle.

Die 1950er-Jahre waren gekennzeichnet von einem dreifachen Versuch, eine allgemeine Getränkesteuer einzuführen. Alle drei misslangen. Anfang der 1950er-Jahre wurde durch die Liberalisierung und eine auf Selbstverantwortung des Individuums ausgerichtete Alkoholpolitik die Präventionsarbeit erschwert.

Auseinandersetzung mit Alkoholfragen

Die Überprüfung von Organisation und Aufgaben der EKAL durch eine besondere Arbeitsgruppe führte zu Beginn der 1980er-Jahre zu einer Neukonzeption. Mit dem Reglement vom 2. März 1981 erhielt die EKAL nicht nur ihren heutigen Namen, sondern auch ihre Struktur und personelle Zusammensetzung wurden an neue Bedürfnisse angepasst.

Nationales Programm Alkohol

Im November 2000 präsentierte die EKAL interessierten Fachkreisen ein Strategiepapier, den Nationalen Alkoholaktionsplan (NAAP). Wichtigstes Anliegen dabei war es, die Ziele und Strategien einer zukünftigen Alkoholpolitik zu formulieren. In der Erkenntnis, dass viele der im NAAP enthaltenen Massnahmen im Kompetenzbereich der Kantone liegen, hat die EKAL das Projekt «Kantonale Alkoholaktionspläne (KAP)» entwickelt.

Seit 2015, noch vor dem Ende des Nationalen Programms Alkohol im 2016, hat die EKAL an der Entwicklung der neuen Strategien Sucht und Prävention Nichtübertragbarer Krankheiten teilgenommen, worin der Risikofaktor Alkohol eine grosse Rolle spielt. Die Massnahmen des Nationalen Programms Alkohol wurden in den beiden Strategien integriert.

Weiterführende Themen

Alkohol

Die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol in unproblematischer Weise. Jede fünfte Person übertreibt es aber – gelegentlich oder immer wieder. Und beeinträchtigt damit sowohl die Gesundheit wie auch das Umfeld.

KAP-Tagung und KAP Plus-Veranstaltungen

Um den Alkoholproblemen auf nationaler wie kantonaler Ebene vernetzt entgegenzutreten, fanden jährlich eine KAP-Tagung sowie drei sprachregionale KAP plus-Veranstaltungen für Mitarbeitende der kantonalen Verwaltungen statt

Alkoholpolitik in den Kantonen

Überblick über die unterschiedliche Gesetzgebung der Kantone im Bereich der Alkoholprävention.

Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL)

Die EKAL ist ein beratendes Organ des Bundesrates im Bereich von Alkoholfragen. Die Formulierung von Zielen und Strategien für die Alkoholpolitik ist das wichtigste Anliegen der EKAL.

Letzte Änderung 20.08.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Direktionsbereich Öffentliche Gesundheit
Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 87 93
E-Mail

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