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SLV: Informationen für Veranstalter

Anforderungen gemäss SLV

                         Stundenpegel
           Veranstaltungsdauer
Pflichten

bis 93 dB(A)
  -

 bis 96 dB(A)
  -

 bis 100 dB(A)
 bis 3 Stunden
 
 bis 100 dB(A)
 über 3 Stunden
 
 Veranstaltung melden 

 x

 x

 x

 Grenzwerte einhalten x

 x

 x

 x

 Publikum informieren 

 x

 x

 x

 Gehörschutz gratis abgeben 

 x

 x

 x

 Schallpegel überwachen 

 x

 x

 x

 Schallpegel aufzeichnen   

 x

 Ausgleichszone schaffen   

 x

 


Grenzwerte

In der SLV sind Grenzwerte einerseits für den momentanen Schallpegel, andererseits für den über eine Stunde gemittelten Schallpegel (Stundenpegel) festgelegt.

Maximaler Schallpegel
Der momentane Schallpegel darf 125 dB(A) nie überschreiten ( LAFmax: Frequenzbewertung: A, Zeitbewertung Fast: tein=125 ms ).

Stundenpegel
Massgeblich zur Beurteilung von Veranstaltungen ist der Stundenpegel. Dies ist der über 60 Minuten gemittelte, A-bewertete äquivalente Dauerschallpegel, LAeq1h, also ein Mittelungspegel über eine Stunde. Der Grenzwert für den Stundenpegel gilt für jedes beliebige 60-Minuten-Intervall während der Veranstaltung, der Grenzwert darf zu keinem Zeitpunkt überschritten werden.

Der Grenzwert für den Stundenpegel beträgt entweder 93 dB(A), 96 dB(A) oder 100 dB(A). Abgestuft nach maximalem Stundenpegel müssen gemäss SLV mehr oder weniger Anforderungen erfüllt werden. Die Wahl des maximalen Stundenpegels liegt beim Veranstalter.

Meldung

Bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung muss der zuständigen Behörde gemeldet werden:
  • Ort und Art der Veranstaltung
  • Datum, Beginn und Dauer der Veranstaltung
  • der maximale Stundenpegel
  • Name und Adresse der Veranstalterin oder des Veranstalters
  • Name und Erreichbarkeit der verantwortlichen Person vor Ort
  • bei einem maximalen Stundenpegel von 100 dB(A) und einer Dauer über drei Stunden ein Plan der Ausgleichszone
  • Messverfahren, wenn nich am lautesten Ort im Publikum (Ermittlungsort) gemessen wird

Information des Publikums

Gehörschutz

Ohrstöpsel

Dem Publikum muss kostenlos ein Gehörschutz angeboten werden.Es ist sinnvoll, das Publikum darauf hinzuweisen, wo es die gratis Gehörschütze beziehen kann.

Das BAG stellt keine gratis Gehörschütze zur Verfügung.

Uns bekannte Bezugsquellen für Gehörschütze:

Personal hat Anrecht auf Gratisabgabe von Gehörschützern!


Als Arbeitgeber müssen Sie den Mitarbietenden gratis geeignete Gehörschutzmittel abgeben und dafür sorgen, dass die Mitarbeitenden diese richtig und konsequent tragen.
Heute gibt es Gehörschutzmittel, mit denen die Verständigung in lauter Umgebung sogar leichter fällt als ohne Gehörschutz.

Schallpegelmessung

Schallpegelaufzeichnung

Ausgleichszone

Bei Veranstaltungen mit einem maximalen Stundenpegel von mehr als 96 dB(A) und mit einer Dauer von mehr als drei Stunden muss dem Publikum eine Ausgleichzone zur Verfügung gestellt werden. Diese muss mindestens 10% der für das Publikum bestimmten Fläche umfassen. Abstellräume, Lagerflächen, Toiletten und öffentliche Bereiche vor dem Lokal können nicht zur Fläche der Ausgleichzone dazu gezählt werden. Raucherräume dürfen zur Fläche der Ausgleichzone dazu gezählt werden, sofern ein anderer Teil der Ausgleichzone rauchfrei ist.

Bei Veranstaltungen mit mehreren Bühnen muss die Ausgleichzone zeitlich und örtlich nicht fest sein. Der Platz vor der Bühne, auf der keine Darbietung stattfindet, kann beispielsweise als Ausgleichszone gelten.

Ein Plan der Ausgleichzone muss mit der Meldung mitgeliefert werden.

Da in der Ausgleichzone ein Stundenpegel von maximal 85 dB(A) erlaubt ist, empfiehlt es sich, diese nicht zusätzlich zu beschallen.

Hinweise zur Schallpegeloptimierung


Fachkontakt: schall@bag.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 14.08.2015

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http://www.bag.admin.ch/themen/strahlung/00057/01723/03708/index.html?lang=de