Bundesamt für Gesundheit BAG

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Nichtübertragbare Krankheiten, auch chronische Krankheiten genannt

Die nichtübertragbaren Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen stellen heute weltweit die Haupttodesursache dar und machen einen Grossteil der Gesundheitskosten aus. Eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, übermässiger Alkoholkonsum und Rauchen sind die Hauptrisiken für diese Krankheiten. Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich mehr als die Hälfte dieser Krankheiten vermeiden.

Prävention der nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz

Die Prävention und die Gesundheitsförderung sind die Hauptinstrumente zur Bekämpfung der nichtübertragbaren Krankheiten. Aus diesem Grund hat die Schweiz 2008 drei nationale Programme lanciert, die sich mit den vier Hauptrisikofaktoren der chronischen Krankheiten befassen: Tabak, Alkohol, Ernährung und Bewegung.

Die nationalen Präventionsprogramme ermöglichen die Lancierung von Massnahmen, mit denen chronische Krankheiten vermieden, Grundlagen zur Eindämmung der Gesundheitskosten erarbeitet und die Gesundheit der Bevölkerung verbessert werden kann. Zudem lassen sich damit eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Präventionsakteuren und eine grössere Wirksamkeit der Präventionsmassnahmen sicherstellen.

Da sich die Programme Tabak, Alkohol sowie Ernährung und Bewegung für die Gesundheitspolitik als nützlich und relevant erwiesen haben, hat der Bundesrat am 9. Mai 2012 beschlossen, sie für vier Jahre bis 2016 zu verlängern. Damit stellt er die Kontinuität der in den vergangenen Jahren geleisteten Präventionsarbeit sicher. Diese Kontinuität ist umso wichtiger, als das Präventionsmassnahmen erst mittel- und langfristig erfolgreich sind.

Die Ursachen der nichtübertragbaren Krankheiten

Die nichtübertragbaren Krankheiten sind zu mehr als der Hälfte einem ungesunden Lebensstil zuzuschreiben. Eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, übermässiger Alkoholkonsum und Rauchen sind die Hauptursachen für diese zu einem grossen Teil vermeidbaren Krankheiten.

Ebenfalls hervorgerufen werden die chronischen Krankheiten durch die Alterung der Bevölkerung, Vererbung, infektiöse Keime, gewisse Umweltfaktoren, die rasche und ungeplante Urbanisierung usw. Diese nicht veränderbaren Faktoren machen jedoch einen kleineren Krankheitsanteil aus. Die Kombination von mehreren dieser Faktoren erhöht das Risiko, an einer nichtübertragbaren Krankheit zu erkranken.

Die chronischen Krankheiten: eine globale Herausforderung

Die Präventionsprogramme orientieren sich an den globalen Strategien und Aktionsprogrammen der WHO sowie an den Aktivitäten der Europäischen Union. Denn die Frage der nichtübertragbaren Krankheiten betrifft sowohl die entwickelten Länder als auch die Entwicklungs- und Schwellenländer. Die chronischen Krankheiten sind aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft zu einem bedeutenden politischen Anliegen geworden.


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