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Nichtübertragbare Krankheiten

Nichtübertragbare Krankheiten verursachen heute weltweit die meisten Todesfälle. In der Schweiz waren 2011 gemäss Bundesamt für Statistik 74,6% der Todesfälle bei den Männern und 75,9% bei den Frauen auf vier nichtübertragbare Krankheiten zurückzuführen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Bund und Kantone erarbeiten derzeit gemeinsam eine nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Erkrankungen.


Wir leben heute doppelt so lange wie die Menschen vor hundert Jahren. Diese massiv höhere Lebenserwartung verdanken wir den medizinischen Fortschritten, den Fortschritten von Wirtschaft und Gesellschaft, der Verbesserung von Hygiene und Bildung, dem Ausbau der Sozialversicherungen usw. Die Verbesserung unserer Lebensqualität brachte auch eine Veränderung unseres Lebensstils und unserer Arbeitsbedingungen mit sich. Allerdings hat diese glänzende Medaille auch eine Kehrseite: die Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Leiden der Atemwege oder muskuloskelettaler Krankheiten (das sind Erkrankungen des Bewegungssystems wie z.B. chronische Rückenschmerzen). Diese nicht von einer Person zur anderen übertragbaren Krankheiten mit langer Krankheitsphase sind inzwischen die häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft.  Diese nicht von einer Person zur anderen übertragbaren Krankheiten mit oftmals langer Krankheitsphase sind inzwischen die häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft. Sie verursachen nicht nur viel persönliches Leid und eingeschränkte Lebensqualität, sondern stellen das Gesundheitssystem vor grosse Herausforderungen - auf finanzieller, struktureller und personeller Ebene. Eine neue Studie beziffert die Folgekosten der NCD für die Schweiz auf 52 Milliarden Franken pro Jahr; sie sind damit für 80% der direkten Gesundheitskosten in der Schweiz verantwortlich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass die Zahl der nichtübertragbaren Krankheiten in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird.

Gesunder Lebensstil und gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen
Allerdings stehen wir der Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten nicht machtlos gegenüber. Rund die Hälfte dieser Erkrankungen könnten mit einem gesunden Lebensstil vermieden oder zumindest verzögert werden. Sie werden durch folgende Risikofaktoren begünstigt: unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Alkoholmissbrauch und Rauchen. Es liegt also in unserer Macht, etwas zu tun. Massnahmen, die den individuellen Lebensstil und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, können die Krankheitslast und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten deutlich verringern.

In der Schweiz gibt es seit 2008 drei nationale Präventionsprogramme, die auf die Bekämpfung der Hauptrisikofaktoren von nichtübertragbaren Krankheiten zielen: die Programme Tabak, Alkohol sowie Ernährung und Bewegung. Sie bilden das Dach über die verschiedenen nationalen, kantonalen und kommunalen Präventionsaktivitäten in diesen Bereichen. Die Programme werden zusammen mit den Kantonen, NGOs und - gemäss dem multisektoralen Ansatz - mit weiteren Akteuren aus verschieden Bereichen (Raumplanung, Wirtschaft, Bildung) umgesetzt. Das Nationale Programm Migration und Gesundheit und das Netzwerk Psychische Gesundheit ergänzen diese Programme mit ihrem Fokus auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. 2012 hat der Bundesrat die Präventionsprogramme um weitere vier Jahre bis 2016 verlängert. Damit wird die Kontinuität der in den vergangenen Jahren geleisteten Präventionsarbeit sichergestellt. Diese Kontinuität ist umso wichtiger, als Präventionsmassnahmen erst mittel- und langfristig Wirkung zeigen.

Erarbeitung einer Nationalen Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Im Rahmen der gesundheitspolitischen Gesamtschau «Gesundheit2020» hat der Bundesrat entschieden, die Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung zu intensivieren. Im November 2013 hat der «Nationale Dialog Gesundheitspolitik» - die ständige Plattform von Bund und Kantonen - den Start für die Erarbeitung einer Nationalen Strategie zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten bis Ende 2016 beschlossen. Die NCD-Strategie soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern sowie Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesünderes Verhalten vereinfachen.

Vision der NCD-Strategie
Mehr Menschen bleiben gesund oder leben trotz chronischer Krankheit selbständig. Weniger Menschen leiden an vermeidbaren Behinderungen und sterben vorzeitig an vermeidbaren nichtübertragbaren Krankheiten. Die Bevölkerung wird unabhängig ihres sozioökonomischen Status unterstützt, gesundheitsförderliche Lebenswelten zu gestalten sowie einen gesunden Lebensstil zu pflegen.


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NCD-Partnerinformation

Typ: PDF

17.12.2013 | 341 kb | PDF

Nationale Präventionsprogramme

Weitere Informationen

Typ: PDF

Von Eva Bruhin, Leiterin der Geschäftsstelle NCD
26.06.2014 | 634 kb | PDF
Typ: PDF

Interview mit Eva Bruhin, Leiterin der Geschäftsstelle NCD
11.03.2014 | 74 kb | PDF
Typ: PDF

Nichtübertragbare Krankheiten
19.03.2013 | 2668 kb | PDF
Typ: PDF

13.06.2012 | 22 kb | PDF

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BAG
Abteilung Nationale Präventionsprogramme NPP

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