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NCD-Strategie – nichtübertragbaren Krankheiten vorbeugen

2.2 Millionen Menschen in der Schweiz leiden an einer nichtübertragbaren Krankheit wie etwa Krebs. Viele dieser Erkrankungen könnten mit einem gesunden Lebensstil vermieden oder deren Folgen vermindert werden. Hier setzt die partnerschaftliche NCD-Strategie an.


Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet bereits heute an einer nichtübertragbaren Krankheit (Englisch: non-communicable disease, kurz NCD). Diese Krankheitsgruppe ist auch die häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft. NCDs verursachen viel persönliches Leid und zeichnen sich für einen grossen Teil der Gesundheitskosten verantwortlich. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist auch anzunehmen, dass sich diese Problematik weiter verschärfen wird.

Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik - die gemeinsame Plattform von Bund und Kantonen für gesundheitspolitische Fragen - hat als Reaktion auf die anstehenden Herausforderungen im November 2013 die partnerschaftliche Erarbeitung einer „Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten" in Auftrag gegeben. Der Bundesrat hat die Strategie zudem zu einer der fünf Prioritäten seiner Agenda Gesundheit2020 erklärt und als zentrales Ziel der Legislaturperiode 2016-2019 definiert. 

Die NCD-Strategie baut auf bewährten Ansätzen der bisher getätigten Präventionsarbeit der verschiedenen Akteure in der Schweiz auf und sichert auf diese Weise die Kontinuität der bisherigen Bemühungen. Die Anstrengungen des Bundes, der Kantone, der NGOs, der Gesundheitsversorgung sollen aber besser koordiniert werden, um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Präventionsaktivitäten effizienter zu gestalten und den Erfahrungsaustausch zu gewährleisten.

Die NCD-Strategie geht auch neue Wege. Unter anderem will sie für Menschen mit erhöhten Risiken und chronisch Kranke die Prävention in der Gesundheitsversorgung besser etablieren, um das Auftreten von Krankheiten zu verhindern oder zu verzögern bzw. das Leben mit der Krankheit zu vereinfachen. Zudem will sie die Chancengleichheit stärken, indem Menschen unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status einen einfacheren Zugang zu Informationen sowie Aktivitäten aus dem Präventionsbereich erhalten und indem die Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Raumplanung oder der Wirtschaft intensiviert wird.

Grundsätzlich geht die Strategie davon aus, dass Menschen Verantwortung für sich, ihre Gesundheit und ihre Umwelt übernehmen können. Die Strategie will die Eigenverantwortung stärken, indem Menschen in ihrer Gesundheitskompetenz gefördert werden und so ihre Entscheide in Kenntnis der Risiken und der möglichen Folgen für ihre Gesundheit treffen können. Die NCD-Strategie soll also die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern sowie Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesünderes Verhalten vereinfachen.

Die angestrebte Vision lautet:

Mehr Menschen bleiben gesund oder haben trotz chronischer Krankheit eine hohe Lebensqualität. Weniger Menschen erkranken an vermeidbaren nichtübertragbaren Krankheiten oder sterben vorzeitig. Die Menschen werden unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status befähigt, einen gesunden Lebensstil in einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu pflegen.

 


Zuletzt aktualisiert am: 24.11.2016

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