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Häufigkeit von Suizid in der Schweiz
Gemäss einer Analyse der Suizide des Bundesamtes für Statistik zwischen 1974 bis 2004 zeigt sich, dass die Entwicklung bei Männern und Frauen sowie bei der jugendlichen und der älteren Bevölkerung unterschiedlich verläuft: Während bei den Männern seit 1980 eine kontinuierliche Abnahme der Suizidraten zu verzeichnen ist, sind die Raten bei den Frauen seit 1999 leicht zunehmend. Nach Alter zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung: Seit den Achtzigerjahren hat der Suizid bei den Erwachsenen bis zum Alter von 80 Jahren abgenommen. Bei Personen im hohen Alter zeigt sich hingegen eine deutliche Zunahme von Suizidtodesfällen.
Im internationalen Vergleich nähert sich die Suizidrate dem Europäischen Mittel.
Bundesrat will Suizidprävention weiterhin fördern
Am Mittwoch, 29. Juni 2011, hat der Bundesrat entschieden, auf eine ausdrückliche Regelung der organisierten Suizidhilfe im Strafrecht zu verzichten. Die Landesregierung will aber die Suizidprävention und Palliative Care weiterhin fördern. Im Zentrum steht dabei die Verbesserung der Selbstbestimmung am Lebensende.
Der Bundesrat hat das Eidg. Departement des Innern (EDI) beauftragt, eine Weiterführung der Ende 2010 auslaufenden Strategie Palliative Care zu prüfen. Zudem werden die Kantone weiterhin bei der Einführung des Programms zur Früherkennung und Behandlung von Depressionen «Bündnis gegen Depression» unterstützt. Zudem wird das EDI eine interdepartementale Arbeitsgruppe einsetzen, die Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege von unheilbar kranken Angehörigen vorschlagen soll (vgl. Bericht unter Downloads, rechte Spalte).
Suizide und Suizidversuche sind auch ein Thema der öffentlichen Gesundheit, und ihre Prävention damit auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Das Bundesamt für Gesundheit hat deshalb in Erfüllung eines parlamentarischen Vorstosses von Nationalrat Hans Widmer den Bericht „Suizid und Suizidprävention in der Schweiz" erstellt. Der Bericht kommt zum Schluss, dass das Angebot an spezifischen präventiven Massnahmen in der Schweiz klein ist und sich auf wenige regionale Zentren beschränkt. Um eine Reduktion der Suizid und Suizidversuche zu erreichen, muss die Prävention in der Schweiz verstärkt werden.
Der Bundesrat hat deshalb an seiner Sitzung vom 25. Mai 2005 das Bundesamt für Gesundheit damit beauftragt, den Ausbau der wissenschaftlichen Datengrundlage und die Integration der Thematik Suizid und Suizidversuch in bestehende Gesundheitsförderungs- und Suchtpräventionsprogramme des Bundes zu prüfen.
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