Beginn Inhaltsbereich



Masern

AKTUELL

Typ: PDF
Masern-Durchimpfung in der Schweiz 1999-2014
Gültig ab 09.03.2015 | Grösse: 271 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Masern: Ergebnisse Nachholimpfungen 2014
Artikel im BAG-Bulletin
Gültig ab 26.01.2015 | Grösse: 102 kb | Typ: PDF


Lagebericht (März 2015) 

Zwischen Januar und Mitte März 2015 wurden acht Masernfälle gemeldet. Die Fallzahlen sind zwischen 2013 und 2014 von 176 auf 23 gesunken (- 87 %). Mit 3 Fällen pro Million Einwohner erreichte die Inzidenzrate 2014 den tiefsten Stand seit Einführung des Meldeobligatoriums für Masern im Jahr 1999.

Seit Oktober 2013 gab es keinen Masernausbruch mehr. Bei den seither beobachteten Fällen handelt es sich um isolierte oder paarweise auftretende Erkrankungen mit grosser geographischer Streuung.

Von den 31 seit Januar 2014 verzeichneten Fällen waren 12 (39 %) importiert und vier weitere auf importierte Fälle zurückzuführen. Die 15 übrigen Fälle waren entweder endemisch bedingt, d. h. die betroffenen Personen hatten sich in der Schweiz bei nicht importierten Fällen angesteckt, oder der Ansteckungsort blieb unbekannt. Als Hauptquelle der importierten Fälle (9 von 12) stellte sich Asien heraus, gefolgt von Europa (1 Fall aus Italien 2014, 2 Fälle aus Bosnien-Herzegowina Anfang 2015).

10 % der 31 in den Jahren 2014 und 2015 verzeichneten Erkrankten waren unter 5 Jahre alt ; 71 % 15-jährig und älter. Bei der Mehrheit handelte es sich um Männer (61 %). Die Mehrzahl der Betroffenen war nicht geimpft (77 %); 13 % hatten mindestens eine Dosis erhalten, bei 10 % kannte man den Impfstatus nicht. Sieben Personen (23 %) mussten sich in Spitalpflege begeben.

Trotz der stark gesunkenen Inzidenz sind in der Schweiz weiterhin sporadisch Fälle - speziell aus dem Ausland - sowie Ausbrüche zu erwarten. Grund ist die immer noch ungenügende Durchimpfungsquote: Das nationale Mittel liegt für zwei Impfdosen bei 86 % für die 2-Jährigen, bei 90 % für die 8-Jährigen und bei 89 % für die 16-Jährigen. Reisen ins Ausland, insbesondere nach Asien und Afrika, aber auch in europäische Gebiete, die zur Zeit grosse Ausbrüche verzeichnen (wie z. B. Berlin oder Bosnien-Herzegowina), stellen eine wesentliches Infektionsrisiko dar und führen zum Import der Masern in die Schweiz. Es wird sowohl Kindern als auch Erwachsenen empfohlen, vor Reisen in Länder, in welchen die Masern grassieren, den Impfstatus zu überprüfen und bei Bedarf die erforderlichen Impfungen nachzuholen. Denn wie erwähnt lag das Alter der Betroffenen in 83 % der 2014/15 importieren Fälle bei 15 Jahren und älter.



Titel abwärts sortieren Format abwärts sortieren Datum abwärts sortieren
Neue Welle der Masernepidemie Anfang 2009: Beschreibung und Massnahmen
Bull BAG 2009: Nr. 27; 484-491
PDF (238 Kb)29.06.2009
Stellungnahme zur GDK-MedienmitteilungPDF (31 Kb)19.02.2009
Der Vorstand der GDK äussert sich zur Bekämpfung der Masern
Medienmitteilung vom 16.2.2009
PDF (46 Kb)18.02.2009
Medienmitteilung: Neue Masernausbrüche in der Schweiz und ein Todesfall
Bull BAG 2009: Nr. 8; 128
PDF (22 Kb)16.02.2009
Masern: Sentinella-Meldungen Juni 1986-Dezember 2007
BAG Bulletin 2008; Nr. 28: 490-491
PDF (71 Kb)07.07.2008
Epi-Notiz: Die Masernepidemie in der Schweiz setzt sich fort
Bull BAG 2008: Nr. 24: 430-432
PDF (527 Kb)09.06.2008
Masernepidemie: Stand im Mai 2008 und Empfehlungen
Stand: Mai 2008
PDF (209 Kb)22.05.2008
Die Gesundheitsbehörden verstärken die Massnahmen zur Eindämmung der Masernepidemie
Medienmitteilung GDK, VKS, BAG
PDF (64 Kb)28.03.2008
Masernausbruch in Genf, März-April 2007: Verlauf und Bekämpfungsmassnahmen
Bull BAG 2007: Nr. 25: 448-451
PDF (131 Kb)18.06.2007
Zwei Masernausbrüche mit bisher 32 Fällen im Kanton Luzern
BAG Bull 2007; Nr. 1: 10-11
PDF (49 Kb)08.01.2007
Zurück zur Übersicht Infektionskrankheiten A-Z

Zuletzt aktualisiert am: 16.04.2015

Ende Inhaltsbereich



http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01087/index.html?lang=de