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Malaria

Erreger und Übertragung

Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit und wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium (P.) verursacht, die in tropischen und subtropischen endemischen Regionen vorkommen. Für den Menschen sind fünf Plasmodium-Arten von Bedeutung, nämlich: P. falciparum, P. vivax, P. ovale, P. malariae und vor kürzem beschrieben P. knowlesi. Die Übertragung des Parasiten auf den Menschen erfolgt durch Mücken der Gattung Anopheles, die abends und nachts stechen.

Krankheitsbild

Malaria macht sich mit über 38 °C Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen und gelegentlich mit Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Die Zeit zwischen dem Mückenstich und dem Auftreten von Symptomen variiert zwischen 6 Tagen bis zu mehreren Jahren. Die durch den Stich übertragenen Parasiten vermehren sich zuerst in der Leber und später in den roten Blutkörperchen, die sie dadurch zerstören. Eine Infektion mit Plasmodium falciparum führt zur gefährlichsten Malariaform. Gefürchtet ist vor allem ein rasches Fortschreiten mit einer Hirnbeteiligung, was zu Krämpfen, Koma und Tod führen kann. Schwangere Frauen sowie Kinder im jungen Alter haben ein erhöhtes Risiko bezüglich Komplikationen. Tritt während oder nach einer Reise in einer endemischen Zone Fieber auf, muss ein Verdacht auf Malaria als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall. Daher muss unverzüglich ein Arzt konsultiert werden. Eine frühzeitige Diagnose mit entsprechender medikamentöser Behandlung kann Leben retten.

Verbreitung und Häufigkeit

Malaria ist eine Krankheit von hoher Wichtigkeit für die öffentliche Gesundheit. Für etwa 40 % der Weltbevölkerung besteht ein Infektionsrisiko. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass über 300 Millionen Menschen betroffen sind, und jedes Jahr mehr als eine Million an den Folgen eines Malariaanfalls sterben. Am stärksten betroffen ist Afrika, südlich der Sahara - mit über 90 % der Fälle. Der Rest der Fälle verteilt sich auf Asien, Zentral- und Südamerika sowie gewisse Inseln im Pazifik.

Vorbeugung

Eine ärztliche Beratung ist 4 bis 6 Wochen vor der Reise in tropische Länder empfohlen. Gegen Malaria existiert keine Impfung. Bei Reisen in von Malaria betroffene Gebiete sind je nach Destination präventive Medikamente (Chemoprophylaxe) einzunehmen oder Medikamente für die Selbstbehandlung im Notfallmitzuführen. Weiter ist immer wichtig, sich gegen Mückenstiche zu schützen: Schlafen unter einem imprägnierten Moskitonetz, Tragen von langärmliger, eher heller Kleidung und von Socken sowie Anwendung von Mückenspray.

Weitere Informationen zur weltweiten Verbreitung und Vorbeugung der Krankheit erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder einer Fachärztin für Reisemedizin.


Epidemiologie

Typ: PDF
Malaria in der Schweiz 2006 bis 2010
Bull BAG 2011; Nr. 38: 807-811
Datenstand: 01.03.2011
Letzte Änderung: 19.09.2011 | Grösse: 113 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Malaria: Gemeldete Fälle in der Schweiz von 2003 bis 2005 und Überblick über die internationale Situation
BAG Bull 2007; Nr. 1: 12-18
Letzte Änderung: 08.01.2007 | Grösse: 200 kb | Typ: PDF

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Zuletzt aktualisiert am: 06.05.2016

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Bull BAG 2016, Nr 10
07.03.2016 | 119 kb | PDF
Typ: PDF

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07.03.2016 | 315 kb | PDF
Typ: PDF

Richtlinien und Empfehlungen - Stand: Januar 2016 (ersetzt die Version vom März 2006)
07.03.2016 | 296 kb | PDF

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