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Erreger und Übertragung
Haemophilus influenzae Typ b (Hib) ist der Name für ein Bakterium, das ausschließlich in den Schleimhäuten des Menschen lebt, vor allem in denen des oberen Atmungssystems (Nase, Rachen, Luftröhre). Übertragen wird die Krankheit durch Tröpfchenausscheidung beim Niesen, Sprechen und Husten durch eine infizierte Person. Trotz seines Namens hat das Bakterium nichts mit dem Erreger der Influenza (virale Grippe) gemein.
Krankheitsbild
Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b verursacht in den Schleimhäuten des oberen Atmungssystems (Nase, Rache, Luftröhre) entzündliche Erkrankungen und führt insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern zu eitriger Hirnhautentzündung oder akuter Entzündung des Kehldeckels mit Erstickungsgefahr. Die Erkrankung hinterlässt trotz Anwendung wirksamer Antibiotika in ca. 10 % der Fälle Dauerschäden wie Hörverlust, geistige und körperliche Behinderung oder endet sogar tödlich.
Verbreitung und Häufigkeit
Das Haemophilus influenzae-Bakterium kommt weltweit vor. Vor der Einführung der Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ b in 1990 erkrankten in der Schweiz jährlich etwa 200 Kinder an dieser Krankheit. Heute sind es nur noch wenige Fälle pro Jahr; meist bei nicht oder unzureichend geimpften Kindern.
Vorbeugung
Um Säuglinge vor dieser schweren Krankheit zu schützen, müssen sie so früh wie möglich geimpft werden. Die Impfung ist empfohlen für alle Kinder im Alter von 2, 4, 6 und 15-24 Monaten (kombinierte Impfung gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib). Ab dem Alter von 5 Jahren ist die Impfung gegen Haemophilus influenzae nicht mehr nötig.
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