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Ebola

Die Ebola-Epidemie in Westafrika flacht immer mehr ab. Guinea und Sierra Leone sind von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Ebola-frei erklärt worden. Nach wie vor betroffen ist Liberia. Das Risiko, dass die Krankheit in die Schweiz eingeschleppt wird, bleibt unverändert gering. Bund, Kantone und Spitäler haben sich auf diesen Fall vorbereitet.


Der aktuelle Ebola-Ausbruch hat Ende 2013 in Guinea begonnen und sich dann auf Liberia und Sierra Leone erstreckt. Bisher sind rund 28'600 Menschen erkrankt und 11‘300 verstorben. Am 29. Dezember 2015 bzw. am 7. November 2015 sind Guinea und Sierra Leone von der WHO für Ebola-frei erklärt worden.

Im Oktober 2014 waren erstmals vereinzelte Erkrankungen ausserhalb von Afrika aufgetreten (in den USA und Spanien). Eine Ausbreitung des Virus blieb jedoch aus.

Nicht wie Schnupfen oder Grippe übertragbar

Die Gefahr eines Ebola-Falls in der Schweiz ist klein. Diese Beurteilung deckt sich mit jener der Europäischen Union (EU) für ihre Mitgliedstaaten. Ebola wird nicht so einfach übertragen wie ein Schnupfen oder eine Grippe. Für eine Infektion braucht es Körperkontakt zu einer bereits erkrankten Person. Konkret: mit deren Blut, Speichel, Urin, Exkrementen, Erbrochenem, Schweiss oder Sperma. Über die Luft ist eine Ansteckung nach derzeitigem Wissensstand nicht möglich. Und: Wer noch keine Krankheitssymptome zeigt, kann niemanden infizieren.

Im Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt es seit Anfang August 2014 eine spezielle Arbeitsgruppe (Task Force) zu Ebola. Sie pflegt im In- und Ausland engen Kontakt mit allen wichtigen Stellen und hat sich mit diesen umfassend auf mögliche Ebola-Fälle vorbereitet. Dabei stand im Vordergrund, dass ein (eventuell) an Ebola erkranktes Mitglied einer Hilfsorganisation zur Überwachung oder Behandlung in die Schweiz transportiert wird.

Spitäler gerüstet

Zu einem ersten solchen Flug kam es Ende September 2014 (nur Überwachung). Ende November 2014 wurde dann der erste Ebola-Patient, ein kubanischer Arzt, von Sierra Leone ins Universitätsspital Genf überführt. Die Behandlung erfolgte durch speziell geschultes Personal und in einem Spital mit Isolationszimmer, also unter Abschottung von der Aussenwelt. Mehrere Universitäts- und andere grosse Spitäler in der Schweiz können Ebola-Patienten behandeln. Dazu haben sie Konzepte erarbeitet und getestet und ihre Mitarbeitenden ausgebildet.

Passagiere aus Guinea, Liberia und Sierra Leone werden bei der Ausreise aus ihrer Heimat weiterhin kontrolliert. Bezüglich Ebola bestehen seitens der Schweizer Behörden keine Reiseempfehlungen respektive -einschränkungen.

Stichwort Flüchtlinge

Aus Guinea, Liberia und Sierra Leone kommen nur sehr wenige Flüchtlinge in die Schweiz. Das Risiko, dass solche Asylsuchende das Virus über den Landweg nach Europa einschleppen, ist gering. Denn auf diesem Weg ist es Infizierten während der Inkubationszeit von maximal 21 Tagen praktisch unmöglich, die Schweiz zu erreichen.

Das BAG hat sich zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und den Kantonen frühzeitig gewappnet, um das Ebola-Risiko im Zusammenhang mit Flüchtlingen zu minimieren. Der bisher einzige Verdachtsfall* hierzulande zeigt, dass die getroffenen Massnahmen greifen (* Ende September 2014; es ging um einen Asylsuchenden in Vallorbe VD mit schliesslich negativer Diagnose).

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Zuletzt aktualisiert am: 30.12.2015

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11.05.2015 | 210 kb | PDF

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11.05.2015 | 150 kb | PDF

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Medienmitteilung des Kantons Genf (auf Französisch)
21.11.2014 | 91 kb | PDF
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