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Mineralöl in Lebensmittelverpackungen

Die Konsumentinnen und Konsumenten werden momentan durch Berichte über Mineralölrückstände in Lebensmitteln verunsichert. Als Quellen sind insbesondere Kartonverpackungen aus Recyclingkarton und Druckfarben im Gespräch. Aufgedeckt wurde die Problematik durch Untersuchungen eines kantonalen Laboratoriums. Die neuen Daten werden zurzeit ausgewertet, bisher liegt noch keine detaillierte toxikologische Risikoeinschätzung vor. Wer sich abwechslungsreich und ausgewogen ernährt, braucht sich aber keine Sorgen zu machen. Die beteiligten Industriezweige hingegen müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um das Verpackungsmaterial zu optimieren.

Die rechtlichen Bestimmungen sind klar

Die Tatsache, dass gewisse Substanzen aus der Verpackung ins Lebensmittel gelangen können, ist längst bekannt. Die Lebensmittelindustrie ist an strenge Vorgaben gebunden, die in der Verordnung für Bedarfsgegenstände geregelt sind. So untersteht Recyclingkarton, der für die Verpackung von Lebensmitteln bestimmt ist, einer Bewilligungspflicht. Die Tinten, die zum Aufdrucken von Bildern, Texten, etc. auf der Verpackung verwendet werden, sind in der Schweiz ebenfalls streng geregelt. Werden diese rechtlichen Vorschriften nicht eingehalten, müssen die Kontrollbehörden (Kantonale Laboratorien) die Lebensmittel beanstanden.

Es gibt verschiedene Quellen für Mineralöl in Lebensmitteln

Für die Mineralölrückstände, die dank verbesserter Analysemethoden nachgewiesen werden konnten, kommen mehrere Quellen in Frage. Die Lebensmittel können schon vor dem Verpacken Spuren von Mineralöl aufweisen (durch Umwelteinflüsse). Zudem wird für die Herstellung von Karton aus recycliertem Altpapier auch bedrucktes Zeitungspapier benutzt. In den meisten herkömmlich verwendeten Zeitungsdruckfarben sind Mineralöle enthalten. Diese können bisher im Recyclingprozess nicht ausreichend entfernt werden und gelangen so in die Lebensmittelverpackungen aus Karton. Wenn für die Herstellung von Papier und Karton für den direkten Lebensmittelkontakt kein Zeitungspapier als Rohstoffquelle, sondern beispielsweise nur gänzlich unbedrucktes Papier oder nur Frischfasern verwendet werden, kann der Mineralölgehalt in der Verpackung minimiert werden. Allerdings kann ein Übergang von Mineralöl durch das Bedrucken der Lebensmittelverpackungen selbst auch nicht ausgeschlossen werden.

Welche Gesundheitsrisiken durch Mineralöl sind bekannt?

Das Bundesamt für Risikobewertung BfR hat im März 2010 zu den Risiken durch Mineralöl Stellung genommen:

Die detaillierten Studien zu den neusten Analyseergebnissen sind noch ausstehend.

Gefragt sind Lösungen, die auch ökologisch Sinn machen

Die Konsumentinnen und Konsumenten sind auf der sicheren Seite, wenn sie sich ausgewogen und vielseitig ernähren. Es liegt an den beteiligten Industriezweigen (Druckfarben, Zeitungsdruck, Erfassung von Altpapier, Papierherstellung, Verpackungsmittelherstellung, Lebensmittelabfüllung), gemeinsam ökologisch vertretbare Lösungen zu finden, welche den strengen rechtlichen Bestimmungen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten gerecht werden.


Anfrage zum Thema
Zuletzt aktualisiert am: 11.02.2011

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