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Aktionsplan Suizidprävention Schweiz

Der Bund hat gemeinsam mit weiteren Akteuren den Aktionsplan Suizidprävention erarbeitet, der nun verabschiedet wurde. Ziel ist die Reduktion von suizidalen Handlungen während Belastungskrisen oder psychischen Erkrankungen.

Der Aktionsplan Suizidprävention

Im Auftrag der eidgenössischen Räte (Motion 11.3973) haben Bund und Kantone zusammen mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz den Aktionsplan Suizidprävention erarbeitet. Bei der Erarbeitung mitgewirkt, haben viele weitere Akteure des Gesundheitswesens und anderer Gesellschaftsbereiche. Der Aktionsplan ist Bestandteil des Berichts "Suizidprävention in der Schweiz. Ausgangslage, Handlungsbedarf und Aktionsplan". Der Bericht wurde am 16. November 2016 vom Bundesrat und am 24. November 2016 vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik verabschiedet.

Der Aktionsplan will einen Beitrag zur Reduzierung von suizidalen Handlungen während - oft vorübergehenden - Belastungskrisen oder psychischen Erkrankungen leisten. Konkret soll die Anzahl nicht-assistierter Suizide pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2030 um rund 25 % reduziert werden. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung liessen sich längerfristig jährlich rund 300 Suizide verhindern.

Ziele und Schlüsselmassnahmen

Der Aktionsplan umfasst zehn Ziele:

  1. persönliche und soziale Ressourcen stärken
  2. über Suizidalität informieren und sensibilisieren
  3. Hilfe anbieten, die schnell und einfach zugänglich ist
  4. Suizidalität frühzeitig erkennen und frühzeitig intervenieren
  5. suizidale Menschen auf ihrem Genesungsweg wirksam unterstützen
  6. suizidale Handlungen durch einen erschwerten Zugang zu tödlichen Mitteln und Methoden erschweren
  7. Hinterbliebene und beruflich Involvierte unterstützen
  8. suizidpräventive Medienberichterstattung und suizidpräventive Nutzung digitaler Kommunikationsmittel fördern
  9. Monitoring und Forschung fördern
  10. Beispiele guter Praxis aus der Schweiz und aus dem Ausland verbreiten 

Wo die Schweiz in Bezug auf diese Ziele steht, ist im Aktionsplan dargestellt - ebenso die daraus resultierenden Schlüsselmassnahmen. Der Aktionsplan umfasst 19 Schlüsselmassnahmen. Oft kann auf bereits vorhandene, bewährte Praxisbeispiele zurückgegriffen werden.

Umsetzung 

Suizidprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Konsultation des Entwurfs des Aktionsplans im Frühjahr 2016 hat gezeigt, dass viele Akteure im Bereich der einzelnen Schlüsselmassnahmen bereits aktiv sind. Auch sind viele Akteure bereit, die Umsetzung der Schlüsselmassnahmen zu unterstützen. In der Schweiz ist daher vor allem in die Koordination der Suizidprävention zu investieren. Der Bund (BAG) unterstützt die Akteure bei der Umsetzung des Aktionsplans durch Vernetzungs- und Koordinationsarbeit sowie durch das Erarbeiten von Wissensgrundlagen.


Zuletzt aktualisiert am: 26.02.2016

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http://www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/14149/14173/14972/index.html?lang=de