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Alkohol

Die meisten Menschen in der Schweiz geniessen Wein, Bier, Spirituosen oder Cocktails. Sie tun es bei Feiern und Festessen, in gemütlichen Runden wie auch bei alltäglichen Gelegenheiten. Rund vier Fünftel der Schweizer Bevölkerung hat einen risikoarmen Umgang mit alkoholischen Getränken. Jeder Fünfte übertreibt es aber - gelegentlich oder immer wieder. Davon sind alle betroffen: Alkoholmissbrauch stört das Zusammensein und zerstört Freundschaften und Familien. Er schadet der Entwicklung von Jugendlichen. Er bringt Gefahren auf die Strasse, in die Betriebe und er führt zu Gewalt. Er schädigt die Gesundheit und verursacht erhebliche Kosten.

Diese Probleme gilt es zu verhindern oder zu vermindern und hier setzt das Nationale Programm Alkohol (NPA) an. Es benennt die Gefahren und Schäden des Alkoholmissbrauchs und dessen Ursachen. Es entwickelt Handlungsinstrumente für Wirtschaft, Politik und Sozialwesen. Es sorgt für Hilfe zugunsten von Betroffenen, Gefährdeten und ihren Angehörigen. Es vernetzt Kantone, Gemeinden, Betriebe, Vereine und Privatpersonen. Das Programm beruht auf der Vision:

«Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen.»


Aktuell

Kampagne - Ich spreche über Alkohol
Juli 2014 - Alle zwei Jahre finden schweizweit Dialogwochen rund um das Thema Alkohol statt. Werden auch Sie Teil der nationalen Dialogwoche und motivieren Sie Ihre Mitmenschen, Nachbarn, Gäste usw., über Alkohol zu sprechen. Es lohnt sich!
Die nächste Dialogwoche Alkohol findet vom 30. April bis 9. Mai 2015 statt.

Alkohol und Gewalt im öffentlichen Raum: Synergien zwischen Polizei und Prävention nutzen
Mai 2014 - Bei rund der Hälfte aller Gewaltdelikte im öffentlichen Raum ist Alkohol im Spiel: Zu diesem Schluss kam eine 2014 publizierte Studie, die sich auf Polizeibefragungen und Interviews von Fachpersonen stützt. Bei den Delikten Streitigkeiten, Körperverletzung und Tätlichkeiten liegt der Anteil alkoholisierter Täter und Täterinnen bei 70 Prozent und mehr.

Schäden durch alkoholisierte Dritte: Fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen
Mai 2014 - Über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist mindestens einmal im Jahr durch alkoholisierte Personen belästigt, gestört oder gar angegriffen worden. Diese Resultate liefert das Suchtmonitoring-Themenheft «Schäden durch alkoholisierte Dritte».

Alkoholbedingte Kosten
März 2014 - Missbräuchlicher Alkoholkonsum belastet nicht nur Betroffene, sondern die ganze Gesellschaft: 4,2 Milliarden Franken kostete der Alkoholkonsum die Schweizer Öffentlichkeit im Jahr 2010. Zu diesem Schluss kommt die vom BAG in Auftrag gegebene Studie «Alkoholbedingte Kosten in der Schweiz», die seit März 2014 vorliegt.

Suchtmonitoring: Alkohol
Oktober 2013 - Das Forschungsprojekt Suchtmonitoring Schweiz trägt repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammen. Die zweiten Ergebnisse sind da.

Akoholbedingte Todesfälle
Juli 2013 - Jeder 12. Todesfall in der Schweiz ist auf Alkoholkonsum zurück zu führen. Im Jahr 2011 sind dies rund 1‘600 Tote im Alter von 15 bis 74 Jahren, drei von fünf dieser Todesfälle sind bedingt durch chronisch starken Alkoholkonsum. Alkoholmissbrauch ist auch ein wesentlicher Risikofaktor bei der Entstehung von nichtübertragbaren Krankheiten.

Alkohol und häusliche Gewalt
Mai 2013 - Mit der Studie «Gewalt in der Partnerschaft und Alkohol» liegen nun genauere Informationen zur Problematik des gleichzeitigen Auftretens von Paargewalt und Alkoholmissbrauch vor. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG durchgeführt.

Neuer Bericht zum Nationalen Programm Alkohol
April 2013 - Der neue Bericht 2008-2012 des Nationalen Programms Alkohol zeigt auf, was die verschiedenen Partner des Präventionsprogramms in den letzten vier Jahren gemeinsam erreicht haben und warum die Prävention für die Gesundheit der Bevölkerung mehr denn je unabdingbar ist.

Alkohol im Alter
April 2013 - Die neu erstellte Website www.alterundsucht.ch vereint das aktuelle Wissen zu Alkohol im Alter. Sie richtet sich an ältere Menschen, an Nahestehende und an Berufsgruppen, die in ihrem Arbeitsalltag ältere Menschen betreuen, begleiten oder beraten.
Die Erarbeitung erfolgte mit finanzieller Unterstützung durch das Nationale Programm Alkohol. Eine Erweiterung auf andere Substanzen und Themen ist vorgesehen.

Neue Studie zu alkoholbedingten Spitaleinweisungen
März 2013 - Im Jahr 2010 wurden rund 27‘000 Personen wegen einer Alkoholvergiftung oder einer Alkoholabhängigkeit in einem Schweizer Spital behandelt. Sowohl Fälle von Vergiftungen wie auch Abhängigkeit werden mit zunehmendem Lebensalter häufiger festgestellt. Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit hat Sucht Schweiz die alkoholbedingten Spitaleinweisungen von 2003 bis 2010 analysiert.


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