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Blei

Blei
Blei   -   Giftig, aber unvermeidlich

Überall in der Umwelt ist Blei vorhanden. Der Mensch nimmt es daher zwangsläufig über die Luft und die Nahrung auf. Im Körper schädigt Blei das Nervensystem und die Fortpflanzung. Gewisse Bleiverbindungen können sogar Krebs verursachen. Gesetzesvorschriften und Verhaltensregeln sorgen dafür, dass die Bleibelastung des Menschen niedrig bleibt und die Gesundheit nicht gefährdet wird.

Bei Vulkanausbrüchen und durch Erosion, aber auch durch industrielle Prozesse gelangt Blei in die Umwelt. Dieses Blei nimmt der Mensch in Form von Bleiverbindungen zwangsläufig über die Atemluft, die Nahrung und das Trinkwasser auf. Weitere Bleiquellen im heutigen Alltag sind Souvenir-Geschirr aus Keramik, alte Farb- und Rostschutzanstriche, bleihaltige Künstlerfarben, gebeiztes Wildfleisch und Tabakrauch, um nur die Wichtigsten zu nennen.

Blei wird im Körper in den Knochen, den Muskeln und im Gehirn abgelagert und bleibt dort über Jahre gespeichert. Aus diesen Depots wird es allmählich freigesetzt, sodass die Blutkonzentration noch Jahre nach einer Bleibelastung erhöht sein kann. Selbst Babys im Mutterleib nehmen Blei auf und Neugeborene trinken es mit der Muttermilch.

Blei schädigt das Nervensystem besonders während der Entwicklung. Deshalb sind Ungeborene und Kleinkinder speziell gefährdet, wenn sie zu hohen Bleimengen ausgesetzt sind. Eine Bleivergiftung kann müde und reizbar machen und die Reaktionen verlangsamen. Auch verminderte Intelligenz, irreparable Hirnschäden, Krämpfe und Koma sind typische Folgen einer Bleivergiftung, die mitunter sogar tödlich sein kann. Blei kann auch Fehlgeburten auslösen, und gewisse Bleiverbindungen können Krebs verursachen.

Um die Bleibelastung des Menschen tief zu halten, gibt es verschiedene Gesetze. So dürfen zum Beispiel Produkte mit krebserregenden oder fortpflanzungsschädigenden Bleiverbindungen mit wenigen Ausnahmen nicht an Private verkauft werden. Für Bleiverunreinigungen in Lebensmitteln, Gebrauchsgegenständen und Medikamenten sind Höchstwerte festgelegt. Weitere Gesetze schränken die Bleikonzentration am Arbeitsplatz und in der Umwelt ein.

Mit den nachfolgenden Verhaltensregeln kann jeder Einzelne seine Bleiaufnahme minimieren:

Empfehlungen

Keramikgeschirr unbekannter Herkunft nicht für Lebensmittel verwenden.
Alte, möglicherweise bleihaltige Anstriche von Fachleuten renovieren lassen.
Bleifreie Keramik- und Künstlerfarben verwenden.
Während der Schwangerschaft weniger als zwei Portionen Wildfleisch pro Woche essen.

 

Ausführlichere Informationen sind im Factsheet Blei zu finden.

Fachkontakt: bag-chem@bag.admin.ch

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Factsheet

Typ: PDF

12.12.2012 | 67 kb | PDF


http://www.bag.admin.ch/themen/chemikalien/00228/01364/index.html?lang=de