Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Psychologieberufe

Mit dem Bundesgesetz über die Psychologieberufe (PsyG), welches am 1. April 2013 in Kraft getreten ist, werden für die auch gesundheitspolitisch wichtigen Psychologieberufe gesamtschweizerisch verbindliche Standards in Sachen Aus- und Weiterbildung sowie Berufsausübung gesetzt. Damit gelten auch für die Psychologieberufe hohe Qualitätsstandards, wie sie zum Beispiel für die universitären Medizinalberufe selbstverständlich und in einem Bundesgesetz verankert sind.

Die Psychologie, definiert als die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen sowie deren Veränderung, hat sich in den letzten dreissig Jahren stark entwickelt und ausdifferenziert. Psychologinnen und Psychologen sind heute in sehr vielen Lebensbereichen als Berater, Coaches, Diagnostikerinnen oder Therapeuten tätig. Für das Gesundheitssystem sind sie von Bedeutung, indem sie an der Beratung, Begleitung und therapeutischen Behandlung von psychisch belasteten und kranken Menschen in der Schweiz wesentlich beteiligt sind. Neben den ärztlichen Fachpersonen spielen sie in der ambulanten und stationären psychotherapeutischen Behandlung und Betreuung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Krankheiten eine zentrale Rolle. Im stationären Bereich, gerade auch in psychiatrischen Institutionen, haben Psychologinnen zentrale Funktionen inne in der Diagnostik, Planung und Durchführung von psychologischen Interventionen, inklusive der Psychotherapie im engeren Sinn. Im ambulanten Bereich gibt es neben gut 3'000 Fachärztinnen und -ärzten für Psychiatrie und Psychotherapie in eigener Praxis gut 4'000 psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die aufgrund ihrer Aus- und Weiterbildung qualifiziert sind, um in eigener fachlicher Verantwortung psychotherapeutisch tätig zu sein. Die Gesundheitsstatistik 2012 des BFS zeigt, dass der Anteil der Personen, die sich bei psychischen Problemen bei einer Psychologin bzw. einem psychologischen Psychotherapeuten behandeln lassen, inzwischen bei gut einem Drittel liegt.
 
Trotz dieser faktischen Bedeutung der Psychologie im Gesundheitsbereich fehlte bisher jegliche gesundheitspolitische Regelung der Psychologieberufe auf Bundesebene. Dies hatte in erster Linie negative Folgen für die Menschen, die "auf dem freien Markt" eine qualifizierte psychologische Fachperson suchen. Dabei ist nicht nur an psychisch erkrankte Menschen zu denken, sondern auch an all diejenigen, die in psychisch belastenden Lebenssituationen vorübergehend qualifizierte Beratung und Unterstützung benötigen.
 
Mit der Reglementierung der Psychologieberufe werden diese Missstände beseitigt und der Konsumenten- beziehungsweise Patientenschutz im Bereich der Psychologieberufe in wesentlichen Punkten verbessert.

Ende Inhaltsbereich

Volltextsuche

Gesetzliche Grundlagen

Kontakt Psychologieberufegesetz

Abteilung Gesundheitsberufe
Projektleitung Psychologieberufe
Tel.: +41 58 464 17 87

Kontakt Anerkennung Psychologieberufe

Psychologieberufe-
kommission PsyKo Geschäftsstelle
Tel.: +41 58 464 38 18


http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00994/index.html?lang=de