Projektzusammenfassung
Der Anteil Raucherinnen und Raucher bei türkeistämmigen Migrantinnen und Migranten ist wesentlich höher als bei den Schweizerinnen und Schweizern. Auch im Vergleich mit anderen Migrationsgruppen ist diese eine der am stärksten belasteten Gruppen. Da das Rauchverhalten stark abhängig ist von soziodemographischen, sozioökonomischen und kulturellen Faktoren, entwickelt das ISGF einen kulturspezifischen Interventionsansatz. Die ungefähr 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Rauchstopp-Therapie werden über die Selbstorganisationen der türkeistämmigen Bevölkerung rekrutiert.
Das Projekt hat Pilotcharakter. Bei Erfolg ist eine Ausweitung auf weitere Migrationsgruppen vorgesehen.
Ziele
- Ein Therapiekonzept zum Rauchstopp von türkeistämmigen Raucherinnen und Raucher liegt vor. Dieses ist in Zusammenarbeit mit der betroffenen Zielgruppe sowie mit wichtigen Akteuren in der Verhaltensprävention erarbeitet worden.
- Türkeistämmige Raucherinnen und Raucher sprechen auf die Therapie an und akzeptieren diese als sinnvolle und wirksame Intervention zum Rauchstopp. Der Anteil Raucherinnen und Raucher sinkt.
- Die Intervention wird national und international von Anbietern und Fachexperten als sinnvolles Instrument bewertet.
- Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Abklärung, ob und wie das Therapiekonzept auf weitere MigrantInnengruppen ausgeweitet werden kann.
Massnahmen
- Entwicklung eines Therapiekonzepts
- Ausbildung der TherapeutInnen
- Durchführung der Therapien (vier Gruppen- und 20 Einzeltherapien)
- Erhebungen zur Wirksamkeit
- Vorbereitung einer Machbarkeitsanalyse für die landesweite Verbreitung des Konzepts
Trägerschaft
Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF Zürich
Projektdauer
15. September 2006 bis 1. Februar 2008
Finanzielle Unterstützung durch den Tabakpräventionsfonds
225'648 Franken
Kontakt
Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung
Dr. Corina Salis Gross
Konradstrasse 32
8031 Zürich