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Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Gefängnis (BIG)

Das Projekt „Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Gefängnis (BIG)“ wurde im Sommer 2008 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeinsam mit dem Bundesamt für Justiz BJ (BJ) und der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD) lanciert.

Anstalten des Freiheitsentzugs sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen im In- und Ausland Orte, wo das Vorkommen von und die Risiken einer Ansteckung mit Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Hepatitis oder Tuberkulose verbreiteter sind als in Freiheit. Deshalb wurde im Sommer 2008 das Projekt „Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Gefängnis (BIG)“ gemeinsam vom BAG, dem BJ und der KKJPD lanciert. Gemeinsam zeichnen sie für die Umsetzung verantwortlich. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch das BAG.

Wirkungsziele

Das Projekt BIG soll folgende Wirkungen entfalten:
  1. Minimale Risiken der Übertragung von Infektionskrankheiten im Vollzug
  2. Minimale Risiken der Übertragung von Infektionskrankheiten aus dem Vollzug in die Aussenwelt und umgekehrt
  3. In Relation zur Aussenwelt äquivalente Prävention, Testung und Therapie bezüglich Infektionskrankheiten im Vollzug
  4. Im Verhältnis zur Aussenwelt äquivalente Drogentherapie im Vollzug
  5. Nachhaltigkeit der entwickelten Massnahmen und Instrumente

Themenbereiche

Vier Arbeitsgruppen bearbeiten folgende Themenbereiche:

  1. Epidemiologische Daten und Überwachung
  2. Information, Schulung
  3. Prävention, Testung, Behandlung
  4. Institutionsübergreifende Themen

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen:

  • Phase 1 (2008/09): Ist-, Soll-, Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse in den genannten Themenfeldern, Entscheid über die zu treffenden Massnahmen
  • Phase 2 (2009): Entwicklung von Massnahmen
  • Phase 3 (ab 2010/11): Umsetzung der entwickelten Massnahmen im Freiheitsentzug

Verwendung einheitlicher Formulare

Wichtige medizinische und paramedizinische Formulare, die in Anstalten des Freiheitsentzugs verwendet werden (wie Eintrittsbefragung, Transferdokumente und Entbindung vom Arztgeheimnis) sind von Kanton zu Kanton und von Institution zu Institution recht unterschiedlich. Im Interesse der Rechtssicherheit, der medizinischen Qualität und der Kontinuität der medizinischen Versorgung sowie der Wirtschaftlichkeit wäre es sinnvoll, in der Schweiz einheitliche und standardisierte Dokumente zu benutzen. Das BAG empfiehlt den Anstalten deshalb, standardisierte Formulare zu verwenden (siehe die Formulare betreffend Gesundheitsbefragung und Transfer in der rechten Spalte).

Anfrage zum Thema

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http://www.bag.admin.ch/hiv_aids/05464/05484/05488/index.html?lang=de