Bundesamt für Gesundheit BAG

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Ökonomische Evaluation von Präventionsmassnahmen in der Schweiz

- Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG)
- Institut de recherches économiques, Neuchâtel

Die Sprachen, in denen Dokumente, zumindest eine Zusammenfassung, vorliegen, werden mit d, f, i, e angegeben, für Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

Einleitung 
Im Bereich der Prävention liegen international und national verschiedenste Publikationen vor. Sie zeigen auf, dass ausgewählte Präventionsmassnahmen sehr gut wirken. Nur wenige Untersuchungen beschäftigen sich aber mit der Frage, ob diese Massnahmen auch unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten sinnvoll sind. Lohnen sich die Investitionen für Prävention unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses? Um diese Fragen zu klären, hat das BAG - unterstützt von einer national und international zusammengesetzten Expertengruppe - das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie und das Institut für Wirtschaftsforschung der Universität Neuenburg  beauftragt, drei Pionierstudien in den Bereichen Alkohol- und Tabakprävention sowie Prävention von Verkehrsunfällen durchzuführen.

Hauptziel der Studie war die Berechnung des Return on Investment in den drei Präventionsbereichen Tabak, Alkoholmissbrauch und Verkehrsunfälle mit einer gemeinsamen Methodologie.

Zudem klärt die Studie die Verfügbarkeit und Qualität der schweizerischen Daten für eine mögliche Analyse im Bereich Adipositas ab.

Die Lancierung der Studien schliesst an an die Befunde der Interdepartementalen Kontaktgruppe «Wirkungsprüfungen» (IDEKOWI 2004), die Schlussfolgerungen der WHO/OECD zum schweizerischen Gesundheitswesen (2006), die aktuellen Arbeiten der OECD und WHO zur Verbesserung der Methodik der ökonomischen Evaluation im Bereich der Prävention sowie die Machbarkeitsstudie zur Kosten-Nutzen-Analyse der Prävention in der Schweiz (BAG 2007).

Hauptergebnis der Studien ist eine positive Rendite auf jeden für die Prävention von Verkehrsunfällen, Tabakkonsum und Alkoholmissbrauch eingesetzten Franken. Der geschätzte Return on Investment beträgt das 9,4-fache bei der Prävention von Verkehrsunfällen, das 23-fache bei der Alkoholprävention und 41-fache bei der Tabakprävention. Die Studie belegt den möglichen Nutzen von Präventionsmassnahmen in den ausgewählten Bereichen, und weist nach, dass diese Massnahmen wirtschaftlich sehr gewinnbringend für die Gesellschaft als Ganzes sein können.

Die drei vom BAG in Auftrag gegebenen Studien sind ein erster Schritt, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Präventions­massnahmen in der Schweiz in den genannten Bereichen in gesamtgesellschaftlicher Perspektive zu schätzen. Obschon die Ergebnisse erfreulich sind - der Nutzen überwiegt die Kosten der Präventionsmassnahmen - und diese auch durch andere Untersuchungen bestätigt werden (*), will das BAG keine voreiligen Schlüsse ziehen. Den Pionierstudien müssen weitere Arbeiten folgen, bevor deren Ergebnisse für eine weitere Optimierung der Präventionspolitik herangezogen werden können. Damit dies möglich wird, wird sich das BAG dafür einsetzen, dass die Daten insbesondere auf der Kostenseite der Prävention, systematischer und standardisierter erfasst werden.

(*) Iten, R., Vettori, Anna, Menegale et al. Kosten-Wirksamkeit ausgewählter Präventionsmassnahmen in der Schweiz - eine gesundheitsökonomische Untersuchung - Schlussbericht. Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (VIPS), Zürich, Juni 2009

Sommer, H., O. Brügger, et al. (2007). Volkswirtschaftliche Kosten der Nichtbetriebsunfälle in der Schweiz: Strassenverkehr, Sport, Haus und Freizeit. bfu report 58. Bern, bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Typ: PDF
(A) Synthesebericht
Gültig ab 16.03.2010 | Grösse: 338 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
(A) Synthesebericht - Zusammenfassung
Gültig ab 16.03.2010 | Grösse: 58 kb | Typ: PDF


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