Bundesamt für Gesundheit BAG

Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder

Beginn Sprachwahl



Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Bund und Kantone präsentieren gemeinsam die Nationale Strategie Palliative Care

Bern, 23.10.2009 - Bundesrat Pascal Couchepin und der Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und – direktoren (GDK) Pierre-Yves Maillard haben die „Nationale Strategie Palliative Care 2010-2012“ vorgestellt. In der Strategie werden Massnahmen zur Förderung der Palliative Care in den Bereichen Palliative-Care-Angebote, Finanzierung, Sensibilisierung, Bildung und Forschung vorgeschlagen. Palliative Care unterstützt und begleitet schwerkranke und sterbende Menschen. Sie umfasst medizinische Behandlungen, pflegerische Intervention sowie psychische, soziale und spirituelle Unterstützungen.

Palliative Care muss gefördert werden
Die Gesellschaft in der Schweiz verändert sich. Die Menschen werden älter, ihre Krankheitsverläufe werden länger und komplexer, ihr Anspruch an Pflege steigt beachtlich. Demgegenüber steht ein grosse Knappheit an Pflegepersonal, der in der Schweiz zu erwarten ist. Zugleich verändern sich die Werte des Einzelnen. Heute informieren sich Patientinnen und Patienten aktiv über Gesundheitsanliegen und wollen mitentscheiden. Diese Autonomie wünschen sich auch Schwerkranke und Sterbende für die letzte Lebensphase. Palliative Care befähigt Menschen, die letzte Lebensphase besser zu gestalten. Gemeinsam mit Fachpersonen und Freiwilligen werden zum Beispiel Schmerzen gelindert, der letzte Lebensort ausgewählt und die Angehörigen einbezogen und entlastet. Die heutige Gesundheitsversorgung in der Schweiz ist noch nicht auf diese Situation und Bedürfnisse ausgerichtet.

In vielen Regionen fehlt ein Angebot an Palliative Care
Im Rahmen einer Studie von rund 80 Expertinnen und Experten im Jahr 2009 wurden verschiedene Lücken ermittelt. Es mangelt an einer flächendeckenden Versorgung an Palliative-Care-Angeboten, trotz verschiedener Aktivitäten einiger Kantone. Die Bevölkerung weiss zu wenig Bescheid über Palliative Care und deren Nutzen. Fachpersonen und Freiwillige sind noch nicht überall gut ausgebildet. Es fehlen Beiträge aus der Forschung, damit sich Palliative Care weiterentwickelt und einen festen Platz in der Forschung einnimmt.

Bund und Kantone treiben die Palliative Care voran
Die „Nationale Strategie Palliative Care" ist von Bund und Kantonen lanciert worden. Beide haben ihre Unterstützung für drei Jahre zugesichert. Die Strategie konzentriert sich unter anderen auf folgende Massnahmen, um die Palliative Care zu stärken:

  • Ausbau Versorgungsnetz: U.a. Mobile Palliativdienste (Behandlung und Pflege Zuhause) sollen vermehrt angeboten werden, so dass sie überall in Anspruch genommen werden können.
  • Forschung: Ein Nationales Forschungsprogramm (NFP) ist von zentraler Bedeutung, um mehr über die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende herauszufinden. Der Bundesrat entscheidet im Dezember 2009 über den Vorschlag für ein NFP zur Palliative Care.
  • Aus- und Weiterbildung: In einem gemeinsamen Bildungskonzept sollen die Berufsgruppen der Palliative Care Lernziele und -Inhalte zur Palliative Care festlegen, welche zur Erbringung dieser Leistungen notwendig sind.

Die nächsten Schritte
Ab Januar 2010 bis 2012 werden die aufgeführten Massnahmen umgesetzt. Hauptverantwortlich für die Umsetzung sind das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren (GDK) und die Fachgesellschaft palliative ch. Sie werden durch andere Bundesämter, die Kantone sowie weitere Akteure unterstützt.

Palliative Care ist Bestandteil eines zeitgemässen Gesundheitssystems, in dem sich Palliative Care und kurative Medizin ergänzen. Menschen jeden Alters sollen in der letzten Lebensphase besser leben, weniger leiden und gut umsorgt am Ort ihrer Wahl bleiben können.

Adresse für Rückfragen:

Bundesamt für Gesundheit, Stefan Spycher, Leiter Direktionsbereich Gesundheitspolitik,
Tel. 031 322 95 05, media@bag.admin.ch

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement des Innern
Internet: http://www.edi.admin.ch
Volltextsuche

Zusätzliche Verweise:


Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Kontakt | Rechtliche Grundlagen
http://www.bag.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/01217/index.html?lang=de