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Im schweizerischen Gesundheitswesen wird das Potential der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien noch viel zu wenig genutzt. Die Systeme der elektronischen Gesundheitsdienste («eHealth») sind schlecht vernetzt, die im Internet abrufbaren Gesundheitsinformationen kaum koordiniert und hinsichtlich Qualität ungeprüft. Durchgängige elektronische Prozesse können helfen, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, da die benötigten Patientendaten sofort verfügbar sind. Ausserdem kann «eHealth» dazu beitragen, die Abläufe im Gesundheitswesen effizienter zu gestalten. Die neuen Technologien können auch Bürgerinnen und Bürgern helfen, ihre eigene Gesundheitskompetenz zu erhöhen.
Deshalb hat der Bundesrat der weiteren Umsetzung der Strategie «eHealth» Schweiz zugestimmt. Er hat das EDI beauftragt, bis Ende 2010 einen Bericht über die notwendigen rechtlichen Grundlagen auf dem Gebiet von «eHealth» vorzulegen. Diese Grundlagen sollen beim Datenschutz, bei den Zugriffsrechten auf gespeicherte Daten, bei der Haftung oder bei der Finanzierung einheitliche Rahmenbedingungen für alle Akteure gewährleisten.
Zu den weiteren Umsetzungsmassnahmen gehört der Aufbau eines Gesundheitsportals, das neben qualitätsgeprüften Gesundheitsinformationen auch Dienstleistungen wie den Zugang zu elektronischen Patientendossiers ermöglichen wird. Weitere Schritte sind bezüglich Aus- und Weiterbildung des im Gesundheitssystem tätigen Personals vorgesehen.